Sebastian Libuda  (Labudabi)

lebt und arbeitet in Eckernförde.

Sebastian Libuda ist Künstler, Fotograf und Initiator interdisziplinärer Ausstellungsformate im norddeutschen Raum. Seine Arbeit bewegt sich zwischen abstrakter, materialbetonter Malerei und konzeptuellen Projekten, die Wahrnehmung, Raum und gesellschaftliche Kontexte miteinander verbinden. Früh geprägt durch ein künstlerisches Umfeld entwickelte Libuda seine Bildsprache im Austausch mit seinem Vater, einem Künstler mit Studien an der Muthesius Kunsthochschule bei Harald Duwe.

Seine künstlerischen Studien im Bereich Fotodesign absolvierte Libuda bei Dr. Christoph Moderregger. Nach einer Phase im Bereich der Portrait- und Modefotografie verlagerte er seinen Schwerpunkt zunehmend in die freie künstlerische Praxis und entwickelte unter dem Namen Labudabi eine eigenständige malerische Position, geprägt von experimentellen Schichttechniken, energetischen Farbflächen und einer prozesshaften Auseinandersetzung mit Materialität.

Neben seiner eigenen künstlerischen Arbeit initiiert und realisiert Libuda Ausstellungsformate mit kuratorischem Anspruch. Ein wiederkehrendes Motiv ist die Verbindung unterschiedlicher Sinnesebenen sowie die Nutzung ungewöhnlicher Räume als temporäre Kunstorte. In Projekten wie „SEEING SOUNDS – Kunst im Klang der Musik“ untersuchte er den Einfluss musikalischer Strukturen auf bildnerische Prozesse und schuf eine interaktive Brücke zwischen Klang und visueller Kunst. Mit Konzepten zur Nutzung urbaner Leerstände entwickelte er darüber hinaus Ausstellungen, die regionale Künstlerinnen vernetzen und zugleich zur kulturellen Belebung von Innenstädten beitragen. Dabei brachte er bewusst unterschiedliche künstlerische Positionen zusammen – von regionalen Akteurinnen bis hin zu etablierten Persönlichkeiten wie Erhard Göttlicher.

Seine Malerei wurde in Ausstellungskatalogen und Fachkontexten gewürdigt. Regina Gerisch, Gemäldeexpertin und Deputy Director bei Sotheby’s Deutschland, beschreibt seine Werke als „stark und überzeugend“ und hebt insbesondere den differenzierten Umgang mit Farbe sowie die emotionale Intensität seiner Bildsprache hervor.

Künstlerisches Arbeitsfeld

Die Arbeit von Sebastian Libuda bewegt sich zwischen abstrakter Malerei, experimenteller Materialarbeit und interdisziplinären Konzepten. Ausgangspunkt ist ein intuitiver, prozesshafter Umgang mit Farbe, bei dem Transparenz, Überlagerung und energetische Strukturen eine zentrale Rolle spielen. Neben der Malerei umfasst sein Arbeitsfeld fotografische Einflüsse, räumliche Inszenierungen sowie Ausstellungsformate, die Klang, Raum und visuelle Wahrnehmung miteinander verbinden. Rost, Pigmente und chemische Prozesse werden dabei bewusst als gestalterische Mittel eingesetzt, um Zeitlichkeit und Transformation sichtbar zu machen.

Künstlerisches Statement

Meine Arbeiten entstehen im Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Prozess, zwischen malerischer Geste und natürlichem Verfall. Ich kombiniere Pigmente, Texturen und insbesondere Rost, um Oberflächen zu schaffen, die nicht nur Träger von Form, sondern auch Speicher von Zeit sind.

Die Serie mit Rost ist eine fortlaufende Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit – oder vielmehr mit der Schönheit, die im Verfall selbst liegt. Rost wird zum Medium einer stillen Transformation, zur sichtbaren Spur von Zeit, die nicht zerstört, sondern verwandelt.

Meine Kunst ist prozessual und malerisch zugleich: Sie bewegt sich zwischen intuitiver Komposition und der bewussten Übergabe an chemische und natürliche Prozesse. Die Bilder sind Momentaufnahmen eines Zustands, der bereits im Begriff ist, sich zu verändern – fragile Gleichgewichte zwischen Entstehen und Vergehen, Oberfläche und Tiefe, Körper und Erinnerung.

Ausstellungen & Projekte (Auswahl)

  • 2017 – Einzelausstellung „Positive Energien“, Atelierhaus Carlshöhe, Eckernförde
  • 2017 – Vernissage Nr. 1, The Cave, Eckernförde
  • 2017 – Gruppenausstellung Galerie Carlshöhe
  • 2018 – „SEEING SOUNDS – Kunst im Klang der Musik“, Eckernförde
    Konzeptuelle Gruppenausstellung, Teilnahme
  • 2019 – „Manifestival – 10 Jahre Natur & Kultur Carlshöhe e. V.“, Galerie CarlsArt 78, Eckernförde
    Konzeptuelle Gruppenausstellung
  • 2019 – Präsentation eigener Arbeiten im Umfeld der Ausstellung
    „Im- und Expressionismus“, Galerie CarlsArt 78, Eckernförde
  • 2020 – Jahresausstellung „Leichtigkeit des Seins“, Natur & Kultur Carlshöhe e. V., Eckernförde
  • 2021 – Jahresausstellung „Licht“, Natur & Kultur Carlshöhe e. V., Eckernförde
  • 2021/22 – Projekt „Leerstand als Ausstellungsfläche“, Holmpassage Flensburg
    Konzept, Organisation, Kuratierung & Teilnahme
  • 2022 – „Aufgepasst: Kunst“, Holmpassage Flensburg
    Konzept, Organisation, Kuratierung & Teilnahme
  • 2023 – „Kunst in der Halle“, Eckernförde
    Gruppenausstellung